Stephanie Quitterer – Hausbesuche

HausbesucheWie lernt man sei­ne Nach­barn ken­nen? Die Autorin nutz­te so ihre Eltern­teil­zeit, back­te Kuchen und klin­gel­te sich durch ihre Ber­li­ner Nach­bar­schaft. Was sie alles erleb­te, hat sie auf­ge­schrie­ben, nach­dem sie eine paar hun­dert Klin­geln gedrückt hat­te. Trepp­auf, trepp­ab, Tür auf Tür zu, mal freund­lich, mal schroff, von Jung (13) bis Alt (87), wie eben die lie­ben Nach­barn so sind. Aber mit ihren Kuchen und ihrem Scharm hat sie alle um den Fin­ger gewi­ckelt. Aber lesen Sie selbst und pro­bie­ren die 200 Rezep­te. Es lohnt sich. Ralf Jacob

Knaus, 16,99 Euro

Tor­te Rot­ka­pi

500 g Mehl. Die Res­te aus ver­schie­de­nen Zucker­do­sen, vor­sichts­hal­ber noch eine Hand­voll zer­sto­ße­ner Kan­dis­stü­cke und 2 El. Honig. 4 Eier tren­nen, die Eiwei­ße schla­gen und erst irgend­wann spä­ter zum Teig geben. (ja, die ist ein ambi­tio­nier­ter Kuchen!) Irgend­was Fet­tes. Das Schwei­ne­schmalz brauch ich für’s Gulasch, am Abend kommt Besuch. Oli­ven­öl hab ich schon beim letz­ten Käse­ku­chen ver­sucht: Kei­ne gute Idee. – Okay. Die ist ein Haus­be­suchs­pro­jekt Ich klin­ge­le bei der Nach­ba­rin und lei­he mir ein Paket But­ter. Hät­te mir auch schon beim Zucker ein­fal­len kön­nen. Aber jetzt bin ich schon im sehr paten­ten Erfin­der­mo­dus.

Ein hal­bes Glas Apfel­mus, 200 g gerie­be­ne Hasel­nüs­se, 2 El. Kakao, und auch die But­ter­milch, sofern sie noch gut ist – und weil ich mich jetzt ent­schie­den habe, dass es ein Scho­ko­ku­chen wer­den soll, jede Men­ge gehack­te Block­scho­ko­la­de. Ah, Back­pul­ver, auch was Fei­nes. Alles ver­rüh­ren, unter­he­ben, mischen. in eine … sagen wir: Spring­form? geben und eine gewis­se Zeit backen. Bei 180° kann man nichts falsch machen.

Weil man mit einer gesun­den Por­ti­on Miss­trau­en-gegen-die-eige­nen-Fähig­kei­ten geseg­net ist, pro­biert man die fer­ti­ge Tor­ten­krea­ti­on an unauf­fäl­li­ger Stel­le und ent­schei­det dar­auf­hin, zur Über­tün­chung und Bestechung Schlag­sah­ne mit auf die Rei­se zu neh­men.

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